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Matcha aufbewahren: so bleibt das grüne Pulver lange frisch


Matcha ist ein besonders feines und empfindliches Grünteepulver. Wird Matcha falsch gelagert, verlieren selbst die höchsten Qualitäten innerhalb kurzer Zeit ihr leuchtendes Grün, feines Aroma und charakteristischen Geschmack. Mit dem richtigen Wissen und ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Frische jedoch bewahren.

Warum Matcha so empfindlich ist
Durch die extrem feine Vermahlung besitzt Matcha eine um ein Vielfaches größere Oberfläche als herkömmliche Grüntees. Dadurch ist das Pulver besonders stark äußeren Einflüssen ausgesetzt. Licht, Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme können sehr schnell zu Qualitätsverlusten führen. In Japan wird Matcha traditionell daher kaum als Pulver gelagert. Stattdessen bewahrt man die Teeblätter (Tencha) möglichst lange im Ganzen auf und vermahlt sie erst kurz vor der Verwendung. Wer fertiges Matchapulver kauft, sollte sich deshalb bewusst sein: Matcha ist nicht für eine langfristige Lagerung gedacht und sollte möglichst zügig konsumiert werden. Aus diesem Grund wird hochwertiger Matcha meist in kleinen Mengen von 30 oder 40 Gramm angeboten.
In unserem Reisebericht von 2016 kannst du dir ansehen wie die Produktion von High End Matcha in Japan bei Meister Yoshinori Nakanishi abläuft.
Faktoren, die bei der Lagerung zu berücksichtigen sind
Luft: Sauerstoff führt zur Oxidation einzelner Teebestandteile. Dieser Prozess lässt Matcha schneller abgestanden und flach schmecken. Dosen, die ein Tütchen enthalten sollten nicht aus der Tüte in die Dose umgefüllt werden, denn das führt in jedem Fall zu einem unnötigen Qualitätsverlust.
Feuchtigkeit: Tee ist hygroskopisch, das heißt, er nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf. Gelangt Wasser an den Matcha, verklumpt er zunächst und kann im schlimmsten Fall schimmeln.
Licht: verursacht eine sogenannte Photodegradation. Dabei werden Chlorophyll und andere empfindliche Inhaltsstoffe geschädigt. Als Folge verliert das Pulver seine intensive grüne Farbe und entwickelt einen unangenehmen, metallischen Geschmack. Bereits wenige Minuten Sonnenlicht genügen um eine hohe Qualität zu zerstören, daher findet die Vermahlung in Japan in absoluter Dunkelheit statt. 
Wärme: beschleunigt Oxidationsprozesse.
Fremdgerüche: Matcha nimmt Gerüche aus seiner Umgebung sehr leicht auf. Starke Gerüche können den Geschmack dauerhaft verfälschen.
Der richtige Lagerort ist kühl, dunkel und luftdicht
Um Matcha möglichst lange frisch zu halten, sollte er kühl, lichtgeschützt und luftdicht gelagert werden. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich laufen biochemische Prozesse deutlich langsamer ab, was den Abbau der Inhaltsstoffe verlangsamt.
Kühlschrank
Der Kühlschrank bietet auf den ersten Blick ideale Bedingungen: Dunkelheit und eine konstant niedrige Temperatur. Ungeöffnet ist die Lagerung im Kühlschrank problemlos möglich. Nach dem Öffnen ist jedoch Vorsicht geboten. Durch den Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Kühlschrank kann sich Kondenswasser im Behälter bilden. Diese Feuchtigkeit kann Klümpchen verursachen oder zu der Bildung von Schimmel führen.
Wichtig: Matcha aus dem Kühlschrank sollte vor dem Öffnen langsam auf Raumtemperatur gebracht werden. So lässt sich eine Kondensation vermeiden.
Gefrierschrank
Wer Matcha nur selten konsumiert oder ihn über mehrere Monate aufbewahren möchte, kann ihn auch einfrieren. Im Gefrierschrank verändert sich die Zusammensetzung des Tees nahezu nicht, sofern er absolut luftdicht verpackt ist. Auch hier gilt: Der Matcha muss vor dem Öffnen vollständig akklimatisieren. Nach dem Herausnehmen aus dem Gefrierschrank sollte er idealerweise etwa einen Tag bei Raumtemperatur ruhen.
Die richtige Verpackung
Die beste Lagerung nützt wenig, wenn die Verpackung ungeeignet ist. Ein idealer Matcha-Behälter sollte folgende Eigenschaften besitzen:

  • luftdicht oder möglichst sauerstofffrei 
  • lichtundurchlässig 
  • geruchsdicht abschließbar
  • feuchtigkeitsresistent 

Besonders empfehlenswert sind vakuumversiegelte Behälter. Luftdicht ist gut, während luftdicht und vakuumiert noch besser ist. All unsere Matchas bekommt ihr entweder in einer wiederverschließbaren Dose oder Aromabeutel, die diese Voraussetzungen erfüllen.
Matcha lagern nach Verbrauchsgewohnheit
Nicht jede Person trinkt Matcha in der gleichen Regelmäßigkeit. Die ideale Lagerung hängt dementsprechend auch vom persönlichen Konsum ab.
Täglicher oder sehr regelmäßiger Konsum
Wird Matcha innerhalb von ein bis zwei Monaten aufgebraucht, kann er problemlos außerhalb des Kühlschranks gelagert werden, aber dennoch kühl, dunkel und luftdicht. Häufiges Herausnehmen aus dem Kühlschrank würde den Matcha immer wieder Temperaturschwankungen aussetzen.
Wöchentlicher Konsum
Bei gelegentlichem Konsum empfiehlt sich die Lagerung im Kühlschrank. Wichtig ist, dass der Matcha vor jeder Verwendung akklimatisiert wird und keine Fremdgerüche eindringen können. Ein praktischer Trick: Ein kleiner Teil für etwa eine Woche kann in einer separaten Dose aufbewahrt werden, während der Rest gekühlt bleibt.
Sehr seltener Konsum
Wird Matcha nur ein- oder zweimal im Monat verwendet, ist der Gefrierschrank die beste Option. So bleibt er über längere Zeit nahezu unverändert frisch. 
Wie lange ist Matcha haltbar?
Ungeöffnet, kühl und trocken gelagert ist Matcha bis zu einem Jahr haltbar, während er geöffnet idealerweise innerhalb von zwei bis drei Monaten verbraucht werden sollte. Mit der Zeit verliert Matcha vorallem seine Farbe, Aroma und Geschmack.
Woran erkennt man Matcha, der schlecht geworden ist?
Farbe: Frischer Matcha ist leuchtend grün. Ein stumpfer, olivfarbener, gelblicher oder bräunlicher Ton deutet auf einen Qualitätsverlust hin.
Geruch: Guter Matcha riecht frisch, süßlich und grasig. Muffige, fade oder fehlende Aromen sind Warnzeichen.
Geschmack: Matcha sollte leicht süßlich, vegetal und nach umami schmecken. Bitterkeit oder Geschmacksneutralität sprechen für eine unsachgemäße Aufbewahrung.
Was tun mit altem Matcha?
Ist der Matcha lediglich farblich verblasst, schmeckt aber noch akzeptabel, muss er nicht entsorgt werden. Er eignet sich weiterhin zum Backen, Kochen oder für Smoothies. Auch für DIY-Gesichtsmasken oder Peelings kann dieser Matcha dann verwendet werden.
Fazit
Matcha ist ein sensibles Naturprodukt, das besondere Sorgfalt bei der Aufbewahrung erfordert. Wer ihn vor Licht, Luft, Feuchtigkeit, Wärme und Fremdgerüchen schützt und seine Lagerung an den eigenen Konsum anpasst, wird lange Freude an Farbe, Aroma und Geschmack dieses besonderen Tees haben.
Hier findest du unsere vielfältige und spannende Auswahl an Matcha! 

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