Jenseits der Domestizierung: Tee aus Yesheng (wilden Teebäumen)
Botanisch betrachtet bezeichnet Yesheng die ursprüngliche, wilde Form des Teebaums. Davon zu unterscheiden sind Tees aus "wilden Wachstumsbedingungen". Hierbei handelt es sich um kultivierte Teebäume, die in einer naturbelassenen Umgebung ohne menschliche Eingriffe wachsen, allerdings nicht um botanisch wilde Teebäume. Der Begriff „wilde Teebäume“ kann daher insbesondere zu Beginn etwas irreführend sein.
Wilde Teebäume als genetisches Reservoir
Tee wurde um 3000 v. Chr. entweder aus nicht zur botanischen Sektion Thea (nicht zum Tee) gehörenden wilden Verwandten (wahrscheinlich Camellia grandibracteata und/oder Camellia leptophylla) oder intraspezifisch aus wilden Camellia sinensis var. assamica domestiziert. Die meisten Literaturquellen weisen im Allgemeinen auf ein Gebiet in Südostasien als Ursprungszentrum der Teepflanze hin, ohne die Möglichkeit mehrerer Ursprungszentren für die verschiedenen Varietäten zu berücksichtigen, wie es genetische Daten nahelegen. Die meisten wilden Teepflanzen sind nahe Verwandte der Camellia sinensis, wie Camellia tachangensis, Camellia taliensis, Camellia crassicolumna und Camellia gymnogyna usw., die alle zur botanischen Sektion Thea gehören. Obwohl Camellia sinensis derzeit die einzige in großem Maßstab angebaute und kommerziell genutzte Art ist, wird die Verwendung anderer wilder Verwandter untersucht. Wilde Teebäume sind wichtige Reservoirs genetischer Vielfalt und spielen eine unersetzliche Rolle in der wissenschaftlichen Forschung über den Ursprung und die Kultivierung der Teepflanze. Wilde alte Teebäume haben eine ausgeprägte Umweltanpassungsfähigkeit und enthalten viele Gene, die wünschenswerte Eigenschaften hervorbringen wie einen hohen Gehalt an Catechinen, Aminosäuren und Polyphenolen sowie einen niedrigen Koffeingehalt, was darüber hinaus mit einer starken Resistenz gegenüber Krankheiten, Schädlingen, Dürre und Kälte in Verbindung gebracht werden kann. Bedauerlichweise ist die Zahl der Yeshengs in den letzten Jahren aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums und anderer vom Menschen verursachter Faktoren zurückgegangen.
Botanische Wildform vs. "wilde" Wachstumsbedingungen
Yesheng verweist im eigentlichen und ursprünglichen Sinne auf Teebäume, die in der Natur ohne menschliches Zutun gewachsen sind. Dabei handelt es sich jedoch nicht einfach um Teebäume, die in freier Natur wachsen, sondern um einzigartige genetische Varianten der Camellia, die sich der jahrtausendelangen Domestizierung durch den Menschen entzogen haben, welche bereits vor mehr als 3.000 Jahren begann. Alle heute bekannten Teekultivare sind das Resultat dieser langen Züchtungs- und Anpassungsprozesse durch den Menschen. Im Gegensatz dazu sind wilde Teebäume nicht das Resultat einer gezielten Züchtung, sondern das Produkt sexueller Reproduktion, wodurch jeder Teebaum eine eigene genetische Varianz besitzt und kein Baum dem anderen gleicht. Sie wachsen in abgelegenen, unberührten Gebieten, tief in den Wäldern des Goldenen Dreiecks, einem geografischen Raum, der sich über Teile von Thailand, Laos, Vietnam, Yunnan und Myanmar erstreckt. In vielen Fällen müssen die Teebauern in abgelegene Gebirgslagen vordringen, um die Blätter dieser wilden Teebäume zu ernten. Aufgrund ihrer Isolation und der besonderen Umweltbedingungen weisen die Blätter dieser Bäume oft einzigartige chemische und organoleptische Eigenschaften auf, die sie von den Teeblättern domestizierter Teepflanzen unterscheiden. Yesheng zeichnen sich durch ihre enorme Größe und ihre lange Lebensdauer aus. In jüngster Zeit hat sich der Begriff „wilde Teebäume“ jedoch zu einem Marketinginstrument entwickelt. Händler und Produzenten nutzen diesen Begriff heutzutage auch für Tees, welche nicht tatsächlich aus Yesheng-Material stammen, um ihre Tees als besonders exklusiv zu bewerben. Diese Praxis hat den wissenschaftlichen Diskurs über wilde Teebäume und deren tatsächliche Bedeutung für die Teeindustrie komplexer gemacht, da die Grenze zwischen traditioneller Kultivierung und „wilder“ Herkunft zunehmend verschwimmt.
Yesheng vs. Huang Ye Cha genau erklärt: Abgrenzung zwischen Wildnis und Verwilderung
Es ist oft schwierig zu entscheiden, ob ein „wilder Teebaum“ wirklich ohne menschliches Zutun gewachsen ist oder ob er vor vielen Generationen gepflanzt wurde und seitdem sich selbst überlassen wurde. Daher muss zwischen zwei Begriffen unterschieden werden: Yesheng (野生茶) bezeichnet botanisch wilde Teebäume, wie die Camellia Taliensis oder Camellia Crassicolumna, während Huang Ye (荒野茶) sich auf „verwilderte“ Teebäume bezieht, die ursprünglich kultiviert wurden, aber seit langer Zeit ohne menschlichen Einfluss in der Natur gedeihen. Bei der Suche nach „Yesheng Cha“ stößt man daher regelmäßig auf Tees, die als „wild“ bezeichnet werden, obwohl es sich dabei in Wahrheit nur um "verwilderte" Teepflanzen handelt. Und auch alte Teebäume wachsen zwar seit Jahrhunderten ohne Pflege in abgelegenen Regionen, doch ihre genau Herkunft bleibt oft unklar und sie könnten einst kultiviert worden sein. Ähnlich verhält es sich mit minimal beschnittenen Teebäumen, die absichtlich frei und unregelmäßig wachsen dürfen. Selbst natürlich ausgesäte Teebäume entstehen häufig im Umfeld menschlicher Bewirtschaftung und sind damit Teil eines agrarischen Systems. Der Begriff Yesheng beschreibt in diesen Kontexten einen Anbau- oder Wachstumsstil, nicht jedoch botanisch wilde Teebäume. Echte wilde Teebäume sind äußerst selten, daher stammen die meisten als Yesheng vermarkteten Tees aus halbwilden, verwilderten oder naturnah kultivierten Beständen.
Gesetzliche Reglementierung in China
Vor 2007 wurde der Begriff „Yesheng“ verwendet, um wilde, nicht bewirtschaftete Teebäume zu bezeichnen. Ab 2007 war es in China gesetzlich nicht mehr erlaubt, den Begriff „Yesheng“ zur Benennung und auf der Verpackung von Pu Erh Tees zu verwenden. Diese Regelung wurde eingeführt, weil der Begriff häufig missbräuchlich verwendet wurde, um den Preis von Tees künstlich zu erhöhen und wilde Tees als exklusiv darzustellen, obwohl sie tatsächlich unter kontrollierten Bedingungen angebaut wurden.
Sensorik und optische Merkmale von Yesheng
Da Yeshengs in ihrem Ökosystem zusammen mit anderen Pflanzen wachsen, können Tees aus diesem Material komplexer und ausgeprägter im Geschmack sein. Die Blätter von Yeshengs sind meist weniger regelmäßig und fein. Während die Verarbeitungsmethode einen Tee prägt, ist die Rolle der Varietät letztendlich unbestreitbar. Kultivierter Tee liefert uns konsistente und verlässliche Ergebnisse. Der Reiz von Yesheng-Blattgut liegt genau darin, dass es unberechenbar ist und jedes Exemplar einzigartig ist. Für die Herstellung von unverwechselbaren und konsistenten Teesorten ist dies fatal. Für kleine Chargen origineller und spannender Tees ist es hingegen großartig, wenn man Zugang zu diesem besonderen Blattmaterial hat. Die Teeblätter von Yeshengbäumen sind eher dunkel und ähnelt jenen von Zi Yo und Zi Juan ("violetten Tees"). Im trockenen Zustand sind sie schwarz und werden allmählich wieder grün, wenn sie aufgegossen werden. Tee von wilden Bäumen zeigt häufig eine lebhafte Säure, ein komplexes Bouqet von Beeren und Früchten, sowie eine angenehm sanfte Textur in der Tasse. Insbesondere Schwarztee aus Yesheng Material erfreut sich besonderer Beliebtheit. Doch auch als Pu Erh verarbeitet, lassen sich spannende Nuancen feststellen.
Unsere Auswahl echter Yesheng-Tees
Während der Großteil der Teewelt auf gezüchteten Kultivaren basiert, widmet sich diese Auswahl den botanischen Ausnahmen. Unsere Tees folgen den Spuren der ursprünglichen Teewälder und stammen von echten Camellia-Wildformen. Ob als gereifter Sheng aus dem Da Xue Shan Gebirge oder als seltene Schwarztee-Variante aus Vietnam. Mit diesen Tees könnt ihr Yesheng, die in ihrer genetischen Vielfalt, chemischen Struktur und Sensorik eine vollkommen eigene Welt eröffnen, erleben.
Quelle für Grafik 5: Sun, W., Chen, C., Xu, L. et al. Genetic diversity analysis and
core collection construction of tea plant from the Yunnan Province of
China using ddRAD sequencing.
BMC Plant Biol 24, 1163 (2024). https://doi.org/10.1186/s12870-024-05821-y
Zugehörige Artikel
Ein sanfter Schwarztee mit einer ausgeprägten Süße. Am Gaumen zartwürzig mit Anklängen von Karamell. Das trockene Blatt duftet betörend nach dunklen, vollreifen Beeren.Dieser Tee stammt vom Blattgut genetisch wilder Teebäume, chinesisch "Yesheng" genannt. Die Bergregion Fengqing liegt im Bezirk Lincang, Provinz Yunnan, China. Im Mai 2017 haben wir dieses Teeanbaugebiet in Yunnan besucht, die Produktion besichtigt und alte Teebäume erleben dürfen. Hier geht es direkt zum FOTOREISEBERICHT.
Inhalt: 10 g (400,00 € / 1 kg)
Ein natürlich gereifter Sheng Pu Erh aus dem Blattgut wilder Teebäume mit wunderschön klassischem, vollmundigem Charakter – klar im Geschmack mit einer großartigen Tiefe, ausgewogenen Balance und facettenreicher Komplexität. Es ist selten, ein so gutes Beispiel für einen gereiften Yesheng Sheng Cha zu finden. Zu Beginn dominieren warme Holznoten harmonisch kombiniert mit der Frische von Kampfer. Darauf folgen Aromen, die an süßen Nektar, Menthol und gekochte Pfirsiche oder Nektarinen erinnern. Der Duft ist reichhaltig fruchtig und weckt sofort die Vorfreude auf die erste Tasse. Der aufgebrühte Tee duftet nach cremiger Vanille, Harz und Honig, begleitet von einer lebhaften, hellen Zitrusfrucht-ähnlichen Säure. Sein Charakter ist insgesamt betrachtet elegant, weich und rein. Die Textur ist dabei dickflüssig, jedoch nicht zu schwer. Der weiche Abgang schmeckt süß mit nur einem Hauch von Gewürzen. Holzige Aromen sind für alte wilde Teebäume ein typisches Geschmacksbild. Spätere Aufgüsse reduzieren das Holz aber deutlich dafür verstärkt sich eine lebendige Adstringenz mit leicht mineralischen Noten.Herkunft und Besonderheit des 2005 Mengku Yesheng Sheng (Taiwan storage) Diese Produktionsreihe der berühmten Teefabrik Mengku Rong Shi war ursprünglich ein Sonderauftrag, der seit 2001 von einen malaysischen Händler in Auftrag gegeben wurde und komplett aus wilden Teebaumblättern aus dem Da Xue Shan Wald besteht. Diese Ausgabe war eine Sonderbestellung für den taiwanesischen Markt. So konnte dieser Schatz in Taiwan in Ruhe natürlich und trocken reifen (und dem häufig üblichen feuchten Kellermuff entgehen). Das Ergebnis ist ein sagenhafter Tee, der neben seinem hervorragendem Geschmack auch mit einem großartigen Preis-Leistungs-Verhältnis glänzt. Es handelt sich um einen berühmten Fladen vom außergewöhnlichen Blattgut alter, wild gewachsener Teebäume (=Yesheng) aus dem Da Xue Shan Wald im Gebirge der Region Mengku, Bezirk Lincang, Provinz Yunnan, China. Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft. Abgebrochene Stücke des Teefladens werden sorgfältig in einen wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel verpackt und lose geliefert. Im Mai 2017 haben wir dieses besondere Teeanbaugebiet besucht, die Produktion besichtigt und die alten Gushu Teebäume erleben dürfen. Hier geht es direkt zum FOTOREISEBERICHT. ACHTUNG! Die original Wrapper sind von der Lagerung und dem Transport extrem beschädigt, daher werden die meisten Teefladen in unbedrucktem Blanko-Wrapper mit handgeschöpftem Papier aus Yunnan ausgeliefert. Die original Neifei (Produktionszettelchen) sind an/in den Fladen eingepresst und intakt. Zubereitungsempfehlung nach asiatischer Art im Gaiwan oder Mini-Tonkännchen: ca. 3-5g /100-150ml mit 100°C heißem Wasser übergießen und ca. 5-15 Sek. ziehen lassen, sehr viele, min. 8 Aufgüsse sind empfehlenswert bis das Aroma verblasst. Bei höherer Dosierung kann die Ziehzeit verkürzt, bei den letzten Aufgüssen verlängert werden. Erst ab dem dritten Aufguss beginnt Pu Erh seine Geschmacksfacetten zu entfalten, bleiben Sie unbedingt am Ball bis zum Schluss und gönnen Sie sich für diesen Tee ausreichend Zeit und Muße!
Inhalt: 10 g (1.450,00 € / 1 kg)
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Der Thai Wild Purple Tree Loose Leaf ist ein außergewöhnlicher Tee mit einer ausgeprägten Süße und exotischen Fruchtnoten. Der klare Aufguss schimmert in hellem Goldgelb und am Gaumen vereint er eine Mischung aus Litschi, unreifer Banane, gelbem Steinobst, Weintrauben, Grapefruit und einem Hauch von Zitrone. Im Abgang hinterlässt er eine leichte Adstringenz, die dem Tee eine einzigartige Note und eine gute Portion Vitalität verleiht.Herkunft und Besonderheit des 2016 Thai Wild Purple Tree Pu Erh Sheng Loose Leaf Dieser Tee stammt aus einer Mikro-Produktion von wilden Teebäumen, die auf einer Höhe von 1500m - 2000m in einem abgelegenen Wald des Naturparks Doi Pha Hom Pok wachsen, an der Grenze zwischen Thailand und Burma. Die Wildform, die in diesem Wald wächst, ähnelt derjenigen, die zur Herstellung von weißen Nanmei-Knospen verwendet wird und treibt nur einmal im Jahr im Winter aus. Obwohl diese Bäume normalerweise wegen ihrer spitz zulaufenden Knospen verwendet werden, ist es sehr selten, Tee aus den entwickelten Blättern herzustellen. Diese Rarität wird wie ein roher Pu-Erh produziert und in der Sonne getrocknet, was einen einzigartigen Geschmack erzeugt, der sich von anderen Pu-Erhs unterscheidet. Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft. Zubereitungsempfehlung nach asiatischer Art im Gaiwan oder Mini-Tonkännchen: ca. 5g /100-150ml mit 100°C heißem Wasser übergießen und ca. 5-15 Sek. ziehen lassen, sehr viele, min. 8 Aufgüsse sind empfehlenswert bis das Aroma verblasst. Bei höherer Dosierung kann die Ziehzeit verkürzt, bei den letzten Aufgüssen verlängert werden.
Inhalt: 10 g (590,00 € / 1 kg)
Der Vietnam Wild Tree Black überzeugt durch seine außergewöhnliche Geschmacksvielfalt und einen bemerkenswert harmonischen Charakter. Am Gaumen präsentiert er sich weich und vollmundig, mit einer seidigen Textur, ganz ohne Bitterkeit oder Adstringenz. Das Aromaprofil beeindruckt mit einer Vielfalt an Früchten wie Pfirsich und Aprikose, ergänzt durch exotische Nuancen von Mango und Passionsfrucht. Ein sanfter, anhaltender Abgang bringt würzige Noten von Zimt und feinen Gewürzen ins Spiel, begleitet von subtilen Akzenten frischer Pfefferminze. Im Vergleich zu unseren anderen Yesheng Hong Chas beeindruckt dieser Tee mit einem besonders leichten Mundgefühl, einer seidigen Textur, ausgewogener Süße sowie Aromen, die an reife Zitrusfrüchte und Pfirsiche erinnern. Dieser Schwarztee vereint intensive Aromen mit einer angenehmen Milde – ein ausgewogenes und vielseitiges Geschmackserlebnis für Liebhaber besonderer Tees. Herkunft und Besonderheit des Vietnam Wild Tree Black 2024 Die Blätter für diesen besonderen Schwarztee stammen von Yesheng-Teebäumen (野生), die wild in einer unberührten Region des Pu Ta Leng-Bergs in der Lai-Chao-Region auf etwa 2.500 Metern Höhe wachsen. Historische Aufzeichnungen aus der französischen Kolonialzeit heben diese Gegend für ihren Reichtum an wilden Teepflanzen hervor. Der Berg ist Teil des südlichen Ausläufers des Ai-Lao-Shan-Gebirges, das über 600 Kilometer nördlich in Yunnan liegt und als einer der ersten Verbreitungswege für wilde Teepflanzen nach Süden gilt. Die Bäume treiben nur einmal im Jahr aus, zwischen Spätwinter und Frühling. Die Blätter werden von Hand geerntet und sorgfältig verarbeitet. Das Ergebnis ist ein Tee von beeindruckender Tiefe, der die natürliche Reinheit dieser Region widerspiegelt. Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft.
Inhalt: 10 g (450,00 € / 1 kg)
Durchschnittliche Bewertung von 3 von 5 Sternen
Der 2018 Nanmei O Yang Gushu/Yesheng Blend ist ein außergewöhnlich vielschichtiger, loser Sheng Pu Erh mit unverwechselbarem Charakter. Sein dichter, floraler Duft gibt bereits einen Vorgeschmack auf die Tiefe und Komplexität dieses Tees. Der erste Aufguss ist frisch und lebendig mit grünen, zitrusartigen Noten. Mit jedem weiteren Aufguss entfalten sich sanfte Pfirsichnuancen, begleitet von einer natürlichen Süße und einem lang anhaltenden Nachhall. Das Mundgefühl beginnt leicht und spritzig, verdichtet sich allmählich und gewinnt an Struktur, während eine feine Adstringenz zusätzliche Tiefe verleiht. Ein meisterhaft ausbalancierter Tee, der Lebendigkeit und Fülle harmonisch vereint. Herkunft und Besonderheit des 2018 Nanmei O Yang Gushu/Yesheng Blend Sheng Loose Leaf Dieser außergewöhnliche Pu-Erh-Tee vereint Blattgut aus Gushu-Teebäumen (古树, alte Teebäume) und Yesheng-Teebäumen (野生, wildwachsende Teepflanzen) zu einer perfekt ausbalancierten Mischung. Während Gushu-Tee Tiefe und Komplexität verleiht, bringt der Yesheng-Anteil eine lebendige, leicht herbe Note ein – eine faszinierende Kombination aus Kraft und Eleganz. Diese limitierte Charge wurde 2018 von Frau Oyang kreiert und sechs Jahre lang in Xishuangbanna natürlich gereift. Die Blätter stammen aus den Nanmei-Hügeln in Lincang und wurden von ihr vollständig von Hand verarbeitet. Der Gushu-Anteil stammt von über 100 Jahre alten Teebäumen, die für ihre Reinheit, Fülle und außergewöhnliche Länge im Geschmack geschätzt werden. Ergänzt wird die Mischung durch wild wachsende Yesheng-Teebäume aus dem Da Xue Shan-Wald und den westlichen Hängen von Nanmei – direkte Nachfahren der ursprünglichen Teepflanzen, wie sie bereits vor über 3.000 Jahren existierten. Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft. Im Mai 2017 haben wir dieses besondere Teeanbaugebiet besucht, die Produktion besichtigt und die alten Gushu Teebäume erleben dürfen. Hier geht es direkt zum FOTOREISEBERICHT. Zubereitungsempfehlung nach asiatischer Art im Gaiwan oder Mini-Tonkännchen: ca. 5g /100-150ml mit 100°C heißem Wasser übergießen und ca. 5-15 Sek. ziehen lassen, sehr viele, min. 8 Aufgüsse sind empfehlenswert bis das Aroma verblasst. Bei höherer Dosierung kann die Ziehzeit verkürzt, bei den letzten Aufgüssen verlängert werden.
Inhalt: 10 g (550,00 € / 1 kg)
Der 2025 Nanmei Yesheng Limited Premium ist ein schwarzer Tee von bemerkenswerter Tiefe, feiner Struktur und komplexer Aromatik. Schon der erste Schluck offenbart die typische, vielschichtige Süße des Yesheng-Charakters, getragen von Noten hellen Steinobsts und einem Hauch Zitrus. Das Aroma ist dicht und tief, mit sehr dezenten Tanninen, die im Hintergrund Struktur geben, ohne jemals bitter zu wirken.Von Aufguss zu Aufguss entfaltet der Tee seine nuancenreiche Persönlichkeit: Anfangs weich und rund, gewinnt er mit der Zeit an Präsenz und einer subtilen Würze, die den Abgang begleitet. Im langen Nachhall zeigt sich ein feiner, kühlender Hauch von Menthol, der dem Geschmacksbild Frische und Leichtigkeit verleiht.Ein Schwarztee, der meisterhaft die wilde Intensität des Yesheng mit einer harmonischen, balancierten Tiefe verbindet – intensiv, anhaltend und vielschichtig.Herkunft und Besonderheit des 2025 Nanmei Yesheng Limited PremiumNanmei ist ein außergewöhnliches Teeanbaugebiet nördlich des Mengku-Tals, nur wenige Kilometer vom berühmten Dorf Bing Dao entfernt. Seit 2013 entstehen hier gemeinsam mit der Familie Oyang hochwertige Tees aus den alten Nanmei-Teebäumen.Neben diesen alten Kultivaren beherbergen die Nanmei-Wälder auch zahlreiche Varietäten wilder Teesträucher. Entgegen der gängigen Annahme handelt es sich dabei nicht um verwilderte Kulturpflanzen, sondern um eigenständige Varietäten der Camellia, die nicht aus der Domestizierung durch den Menschen hervorgegangen sind. Diese wilden Bäume wachsen tief im Wald, treiben in der Regel nur einmal im Jahr aus und eröffnen eine eigenständige Geschmackswelt.Eine dieser Varietäten wird seit 2012 für die berühmten Nanmei-Wildteeknospen genutzt. Daneben gibt es eine weitere Varietät mit besonders dunklen Blättern, die von den Einheimischen als „dunkler Tee“ bezeichnet wird und normalerweise für Pu-Erh aus wilden Sträuchern verwendet wird.In den vergangenen zwei Jahren wurden erste Versuche unternommen, aus diesen dunkelblättrigen Wildbäumen Schwarztee herzustellen. 2025 entstand daraus – nach zahlreichen Testproduktionen über zwei Wochen – die erste streng limitierte Auflage des 2025 Nanmei Yesheng Limited Premium.Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft.
Inhalt: 10 g (590,00 € / 1 kg)
Der 2022 Thai Sweet Wild Purple Loose Leaf ist ein Tee mit feiner, lebendiger Spritzigkeit, die an burmesische oder Bulang-Tees erinnert. Diese Nuance fügt sich harmonisch ein und verleiht dem Tee besondere Frische. Die trockenen Blätter verströmen intensiven Duft nach Mirabelle, Passionsfrucht und Rosine. Im Aufguss entfaltet sich ein fruchtbetontes Aromenspiel: gelbe Früchte, Mirabelle, reife grüne Trauben, rosa Grapefruit und ein Hauch Zitrone prägen den Geschmack. Die dezente Spritzigkeit – deutlich zurückhaltender als in früheren Jahrgängen – bringt Klarheit und Struktur und macht den Tee zugänglicher, bleibt aber als feiner Akzent bewusst erhalten.Ein charakterstarker Tee mit frischem, fruchtigem Profil.Herkunft und Besonderheit des 2022 Thai Sweet Wild Purple Sheng Loose LeafDieser Pu-Erh stammt von wilden Teebäumen im Wald am Berg Pha Hom Pok im Norden Thailands. Es handelt sich um eine spezielle Varietät wilder Teepflanzen, die den weißen Knospen aus Nanmei ähnelt. Deren Blätter werden normalerweise nicht für Pu-Erh verwendet, da sie bei der Verarbeitung eine typische Spritzigkeit entwickeln, die an burmesische oder Bulang-Tees erinnert. Diese Spritzigkeit fügt sich zwar harmonisch in den Charakter des Tees ein und zeigt eine eigene reizvolle Note, entspricht aber nicht jedem Geschmack – vermutlich der Grund, warum diese Bäume meist nur für die Herstellung von weißen Tees genutzt werden. Yok, der Produzent dieses Tees, experimentierte daher über mehrere Jahre mit unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden, um die Spritzigkeit abzumildern und einen zugänglicheren Tee zu schaffen. 2022 gelang ihm eine Charge mit deutlich moderaterer Spritzigkeit, die den typischen Charakter dieser wilden Bäume bewahrt, aber zugleich runder und harmonischer wirkt. Von dieser Ernte existieren nur 12 kg – ein fruchtbetonter Tee mit unverwechselbarem Profil.Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft.
Inhalt: 10 g (590,00 € / 1 kg)
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Der 2019 Li Yu Lu Fengqing Yesheng Hong Cha ist ein Schwarztee von bemerkenswerter aromatischer Tiefe und harmonischer Struktur. Das trockene Blatt verströmt einen intensives und vielschichtiges Aroma, das an Holundersaft, schwarze Johannisbeeren und Passionsfrucht erinnert. Bereits der erste Schluck entfaltet eine süße Grundnote von Honig und Karamell, begleitet von Anklängen dunkler Schokolade und mildem Malz. Von Aufguss zu Aufguss entwickelt sich der Tee weiter: Anfangs weich und samtig, treten fruchtige Nuancen getrockneter dunkler Beeren hervor, unterlegt von feinen mineralischen Akzenten. Sein Mundgefühl ist dicht, weich und einladend. Zarte Tannine verleihen Struktur, und ein langer Nachklang hinterlässt eine warme, ausgewogene Tiefe. Mit seiner beruhigenden und sanften Energie ist der 2019 Li Yu Lu Fengqing Yesheng Hong Cha die perfekte Begleitung für ruhige Momente.Ein charakterstarker Schwarztee, der Fülle, Süße und feine Komplexität meisterhaft vereint.Herkunft und Besonderheit des 2019 Li Yu Lu Fengqing Yesheng Hong ChaDieser Schwarztee (in China traditionell „roter Tee“ genannt) stammt von denselben alten und wilden Bäumen, die auch für die Pu-Erh-Variante von Li Yu Lu verwendet werden. Der Unterschied liegt allein in der Verarbeitung: Getreu der Tradition von Fengqing – einer Region, die seit Langem für ihre Schwarztees bekannt ist – werden die Blätter sorgfältig oxidiert, um ihren gesamten aromatischen Reichtum zu bewahren.Der Einsatz alter Bäume und wilder Varietäten hat in der Schwarzteeproduktion in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Tiefe und Fülle dieser Blätter ermöglichen bei sorgfältiger Oxidation Schwarztees von außergewöhnlicher Komplexität, die Süße, Fruchtigkeit und feine würzige Noten vereinen.Dieser Tee stammt vom französischen Tee-Experten Olivier Schneider, der seit 2006 in Asien lebt und die Teekultur intensiv erforscht. Nach zehn Jahren in Yunnan lebt er derzeit in Thailand, wo er einen eigenen Teegarten betreibt und sein Wissen weiter vertieft.
Inhalt: 10 g (590,00 € / 1 kg)
Bei dem Bio Dragon Tail (Trà Móng Rồng auf vietnamesisch) handelt es sich um einen reinen Knospentee von alten, wild wachsenden Teebäumen (Yesheng) und zeigt sich saftig und süß-fruchtig, fast wie ein ganzer Obstkorb im Frühling. Bereits im Duft wirkt er betörend beerig. In der Tasse entfalten sich Noten von Honigmelone, Blaubeere und Rose, begleitet von einem Hauch getrockneten Apfels und Ananas. Die Süße ist klar und lebendig, vollkommen frei von Bitterkeit. Von Natur aus ist dieser Wildtee koffeinarm und eignet sich daher auch gut für den Abend.Mit zunehmenden Aufgüssen tritt die üppige Frucht etwas zurück und wandelt sich in eine zart vegetabile Süße. Im Abgang zeigt sich das typische Wildtee-Aroma – feinwürzig, mit einem Hauch Litschi und einer natürlichen, ruhigen Tiefe. Der Charakter erinnert an eine Frühlingswiese am Morgen, über die ein leicht duftiger Wind streicht. Das Mundgefühl ist weich und rund; selbst bei längerer Ziehzeit treten nur zarte, kaum spürbare Tannine hinzu. Ein wunderbarer Frühlingstee, sehr ergiebig und ideal für viele Aufgüsse. Wir empfehlen, mit Dosierung und Ziehzeit zu spielen – so offenbaren sich immer neue Facetten.Herkunft und Besonderheit des Bio Dragon TailDie Dragon Tails (Trà Móng Rồng) stammen aus Ha Giang im äußersten Norden Vietnams, aus den Bergen rund um den Chieu Lau Thi. In Höhenlagen bis etwa 1.800 Metern wachsen dort alte Teebäume in kühler, nebelreicher Umgebung mit deutlichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Diese langsamen Wachstumsbedingungen schenken den Knospen ihre aromatische Dichte und die klare, natürliche Süße.Charakteristisch ist die Struktur der Knospen selbst: Mehrere feine Schichten umhüllen die jüngste Mitte wie ein schützender Mantel. Die Ernte ist aufwendig. Noch im Morgengrauen beginnen die Pflückerinnen ihren mehrstündigen Aufstieg in die Berge. Oft bleiben sie über Nacht vor Ort, bevor sie die frisch geernteten Knospen behutsam ins Tal bringen.Diese Art wilder Teeknospen ist von Natur aus koffeinarm, einzelne Varietäten können sogar koffeinfrei sein – wie etwa unsere wilden Teeknospen aus China.Aus kontrolliert biologischem AnbauDE-ÖKO-001Nicht-EU-Landwirtschaft
Inhalt: 10 g (440,00 € / 1 kg)